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FALLSTUDIE BELU WATER



 

Hintergrund und Herausforderung 


Belu wurde vor dem Hintergrund weltweit schwindender Rohstoffreserven gegründet. Als umweltfreundliche Marke für Tafelwasser versucht Belu die Umweltbelastung der Getränkeindustrie zu verringern. Während Leitungswasser grundsätzlich die umweltfreundlichste Bezugsart für Wasser ist, stellt Belu in Situationen, in denen Leitungswasser nicht vorhanden, ungenießbar oder der Gebrauch von Leitungswasser als Trinkwasser unüblich ist, die umweltverträglichste Alternative dar. 

 

Das Kernziel ist, die Verwendung von PVC-Plastikflaschen zu vermeiden, da diese nicht nur die Umwelt,  Deponien und Ozeane verschmutzen, sondern auch laugehaltige Chemikalien enthalten, die z.B. in Kinderspielzeug wegen ihrer  Gefahr für Kleinkinder verboten sind. Wegen ihrer giftigen Wirkung auf Erbgut, Wachstum und Leber hat das Europäische Parlament im Jahr 2005 Beschränkungen gegen die Verwendung dieser Chemikalien, Phthalate genannt, verhängt. Trotz dieses Verbots  ist die Verwendung von PVC in der Dichtung von Flaschendeckeln noch immer weit verbreitet. Phthalate wurden in einer Vielzahl Markenflaschen nachgewiesen.

 

 

Die unternehmerische Lösung 

 

Mit einem Geschäftsmodell, das finanziell und ökologisch nachhaltig ist, verändert Belu auf vorbildliche Weise die bestehenden Prozesse in der Getränkeindustrie. Belu senkt die Umweltbelastung auf ein Minimum indem es: 1. die ersten biologisch recycle- und kompostierbaren Plastikflaschen in Großbritannien eingeführt hat; 2. durch die Verwendung sauberer Energie und örtlichen Quellwassers seinen „CO2 - Fußabdruck“ verringert hat; 3. alle verbleibenden CO2 Emissionen im Rahmen von staatlichen Umweltabgaben neutralisiert. Belu ist außerdem der erste Getränkeproduzent, der seinen gesamten Gewinn in Frischwasserprojekte reinvestiert. Jede in Großbritannien gekaufte Flasche versorgt eine Person einen Monat lang mit Trinkwasser. 

 

In den letzten Jahren hat Belu so bereits mehr als 40.000 Menschen Zugang zu Trinkwasser verschafft. Durch den Verkauf von Wasserflaschen  zur Finanzierung von Frischwasserprojekten konkurriert Belu nicht mit anderen Hilfsorganisationen um knappe Gelder;  Belu wirtschaftet unabhängig von Zuwendungen und Spenden. Die Nachhaltigkeitsbotschaft des Unternehmens erreicht jeden Monat über 500.000 Konsumenten. Sie hat sich als effektives Medium, um die Öffentlichkeit zum Engagement für Umweltthemen zu gewinnen, bewährt. Belu’s Gewinne sind von 13.000 USD im Jahr 2004 auf über 4.000.000 USD  im Jahr 2008 gestiegen.

 

 

Der Social Entrepreneur 

 

Reed Paget, eigentlich Kunstwissenschaftler, verfügt über 10 Jahre Berufserfahrung im Medienbereich. Unter anderem hat er für die „New York One News“ und „Freedom Television“ gearbeitet. Reed führte Regie und produzierte den preisgekrönten Dokumentarfilm „American Passport“ über die US Außenpolitik und das Ende des Kalten Krieges. Darüber hinaus war er am Management der Clinton/ Gore US Wahlkampagne für die Präsidentschaftswahlen 1996 in 40 Staaten beteiligt. Reed gründete Belu Water im Jahr 2002, nachdem er eine Rede des ehemaligen US Präsidenten Bill Clinton gehört hatte, in der dieser hervorhob, dass 25% der Weltbevölkerung keinen Zugang zu Trinkwasser haben. 

 

Obwohl Reed nie in der Wirtschaft tätig war, inspirierte ihn der UN Global Compact dazu, globale Probleme auf ökonomische Art und Weise zu lösen.



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